Ansuz Sparkz Generation 3:
Wie ungenutzte Steckplätze plötzlich zu einem aktiven Klangfaktor werden
Es gibt HiFi-Zubehör, das man ausprobiert, kurz staunt und dann wieder vergisst. Und es gibt Produkte, die sich so selbstverständlich ins Klangbild integrieren, dass man nach einiger Zeit eher fragt, warum man so lange ohne sie gehört hat. Genau in diese zweite Kategorie fallen für mich die Ansuz Sparkz Generation 3.

Ich habe die Sparkz über einen längeren Zeitraum in meinem eigenen Setup getestet – als Stromverteiler-Basis dient mir dabei ein Ansuz C3 Stromverteiler. Wichtig vorweg: Die Wirkung der Sparkz ist nicht auf Ansuz-Komponenten beschränkt. Sie funktionieren ebenso überzeugend an Stromverteilern und Leisten anderer Hersteller, weil sie an einer grundlegenden Schwachstelle jeder HiFi-Anlage ansetzen: am elektrischen Umfeld und an freien Steckplätzen, die klanglich alles andere als neutral sind.
Die Philosophie hinter Ansuz und der Audio Group Denmark
Ansuz ist Teil der Audio Group Denmark, zu der auch Aavik, Børresen und Axxess gehören. Allen Marken gemeinsam ist ein kompromissloser Ansatz: Störungen, Rauschen und Resonanzen werden nicht als unvermeidbar hingenommen, sondern gezielt bekämpft – elektrisch wie mechanisch.
Ansuz denkt Stromversorgung nicht als reines Zubehörthema, sondern als klangbestimmenden Bestandteil eines Gesamtsystems. Die Sparkz sind Ausdruck genau dieses Denkens: klein, unscheinbar, aber technisch wie klanglich konsequent zu Ende gedacht. Gefertigt wird mit hohem Manufakturanteil, viel Handarbeit und einer Materialauswahl, die ganz klar auf klangliche Optimierung ausgelegt ist – nicht auf Marketingeffekte.
Was machen Sparkz eigentlich?
Ansuz Sparkz werden in ungenutzte Steckplätze von Stromverteilern oder Wandsteckdosen eingesetzt. Diese freien Steckplätze wirken im Stromnetz wie kleine Antennen: Sie können hochfrequente Störungen aufnehmen, weiterleiten und im schlimmsten Fall im gesamten System verteilen. Genau hier setzen die Sparkz an.
Durch eine Kombination aus resonanzoptimiertem Gehäuse, internen Dämpfungselementen, speziellen Spulen- und Leiterstrukturen sowie – je nach Ausführung – aktiven Technologien reduzieren Sparkz diese Störeinflüsse deutlich. Das Resultat ist kein spektakulärer Effektklang, sondern eine spürbare Beruhigung des gesamten Wiedergabesystems.


Generation 3: drei Stufen, ein Ziel
Die Sparkz Generation 3 gibt es in drei Ausführungen, die sich in Materialeinsatz und technischer Ausstattung unterscheiden:
- Sparkz S3 (UVP € 500,00)
Der Einstieg in die Generation 3. Bereits hier wird deutlich, wie stark freie Steckplätze das Klangbild beeinflussen können. Der S3 sorgt für mehr Ruhe, eine sauberere Abbildung und eine bessere Durchzeichnung im Mittel- und Hochtonbereich.

- Sparkz C3 (UVP € 1000,00)
Die nächsthöhere Stufe ergänzt die passiven Maßnahmen um weitergehende Technologien zur aktiven Störreduktion. Klanglich kommt neben der Ruhe vor allem mehr Dynamik und Kontrolle hinzu. Impulse wirken klarer, Bassstrukturen definierter, das gesamte Klangbild gewinnt an Selbstverständlichkeit.

- Sparkz T3(UVP € 1500,00)
Die Referenz innerhalb der Serie. Hier geht es nicht um mehr Effekte, sondern um maximale Natürlichkeit. Der Raum öffnet sich weiter, bleibt dabei aber präzise. Komplexe Musikpassagen wirken entspannter, Stimmen und Instrumente stehen plastischer im Raum, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Alle drei Varianten verfolgen dasselbe Ziel – sie unterscheiden sich nicht im Charakter, sondern in der Intensität und Feinheit ihrer Wirkung.
Wie Sparkz S3, C3 und T3 aufeinander aufbauen – und warum die Summe mehr ist als die Einzelwirkung
Die drei Ausführungen der Ansuz Sparkz Generation 3 sind nicht als konkurrierende Produkte gedacht, sondern als aufeinander aufbauende Stufen eines gemeinsamen Konzepts. Jede Stufe erweitert und vertieft die Wirkung der vorherigen – nicht durch einen anderen Klangcharakter, sondern durch eine konsequent weitergehende Reduktion von Störungen.
Der Sparkz S3 bildet dabei das Fundament. Er greift die grundlegenden hochfrequenten Einstreuungen auf, die über offene Steckplätze in das Stromnetz gelangen, und sorgt für eine erste, deutlich hörbare Beruhigung des Klangbildes. Der Hintergrund wird ruhiger, die Bühne klarer umrissen, feine Details treten sauberer hervor. S3 schafft damit Ordnung und Transparenz – die Voraussetzung dafür, dass weitere Maßnahmen überhaupt sinnvoll greifen können.
Der Sparkz C3 setzt genau hier an und geht einen entscheidenden Schritt weiter. Aufbauend auf der durch den S3 geschaffenen Grundruhe erweitert C3 die Wirkung um eine aktive Störreduktion. Das Ergebnis ist nicht nur noch mehr Ruhe, sondern vor allem mehr Kontrolle und Dynamik. Impulse kommen präziser, der Bass wirkt strukturierter, und musikalische Spannungsbögen entfalten sich natürlicher. C3 verstärkt also nicht einfach den Effekt des S3, sondern vertieft ihn qualitativ.
Der Sparkz T3 schließlich perfektioniert dieses Zusammenspiel. Er wirkt nicht lauter, nicht spektakulärer, sondern selbstverständlicher. In der Summe sorgt T3 dafür, dass sich Raum, Klangfarben und Timing harmonisch zusammenfügen. Musik löst sich noch besser von den Lautsprechern, komplexe Passagen bleiben gelassen und durchhörbar, selbst bei höheren Pegeln. T3 wirkt wie das letzte Glied in einer Kette, das dafür sorgt, dass nichts mehr „im Weg steht“.
In der Summe entsteht so ein Effekt, der sich nicht linear addiert, sondern synergetisch wirkt:
S3 schafft Ordnung, C3 bringt Kontrolle und Dynamik, T3 sorgt für natürliche Souveränität. Gemeinsam senken sie den Störpegel des Systems so weit, dass musikalische Informationen freier, entspannter und glaubwürdiger dargestellt werden. Genau deshalb macht es Sinn, die Sparkz nicht isoliert zu betrachten, sondern als fein abgestimmtes System innerhalb der Stromversorgung.
Hörpraxis: Was verändert sich wirklich?
In meinem Setup mit dem Ansuz C3 Power Distributor war die Grundordnung bereits auf sehr hohem Niveau. Genau deshalb war der Effekt der Sparkz besonders gut nachvollziehbar – nicht als Verfärbung, sondern als Reduktion von Störfaktoren.
Typische Veränderungen, die sich reproduzierbar einstellen:
- Der Hintergrund wird hörbar ruhiger, Musik tritt klarer aus der Stille hervor.
- Feindynamik nimmt zu: leise Details, Ausklingvorgänge und Raumanteile werden besser nachvollziehbar.
- Die Räumlichkeit stabilisiert sich, Instrumente lassen sich präziser orten.
- Das Timing verbessert sich, besonders im Bass- und Grundtonbereich wirkt Musik kontrollierter und gleichzeitig fließender.
Diese Effekte zeigen sich nicht schlagartig wie bei einem Klangregler, sondern entfalten ihre Stärke über längeres Hören. Genau das macht die Sparkz für mich so glaubwürdig.
Sparkz mit Fremdherstellern – Praxistests aus dem realen Höralltag
Ein besonders spannender Teil meines Tests war der gezielte Einsatz der Ansuz Sparkz Generation 3 an Stromverteilern und Netzleisten anderer Hersteller. Gerade hier zeigt sich sehr deutlich, dass Sparkz kein „System-internes Feintuning“ sind, sondern an einem grundsätzlichen physikalischen Punkt ansetzen: an offenen Steckplätzen und deren Einfluss auf das elektrische Umfeld.
AudioQuest Niagara 3000, 5000 und 7000
Die Tests an den AudioQuest Niagara 3000, AudioQuest Niagara 5000 und AudioQuest Niagara 7000 waren besonders aufschlussreich. Diese Netzaufbereiter arbeiten bereits auf sehr hohem Niveau und sind in vielen Anlagen das Herzstück der Stromversorgung.
Gerade deshalb war der Effekt der Sparkz klar nachvollziehbar:
Mit eingesetzten Sparkz wirkten die Systeme ruhiger, weniger nervös im Hochton und deutlich stabiler in der räumlichen Abbildung. Stimmen lösten sich freier von den Lautsprechern, komplexe Musikpassagen blieben souveräner und kontrollierter. Besonders auffällig war die Zunahme an Feindynamik – leise Details und Ausklingvorgänge wirkten natürlicher und weniger „angespannt“. Die Sparkz ergänzen die Niagara-Filtertechnik, ohne deren Charakter zu verändern.
Supra MD Netzleisten – drastischer Effekt
Sehr eindrucksvoll – man kann fast sagen: gravierend – war der Einsatz der Sparkz an den Supra MD Netzleisten. Diese Leisten sind solide aufgebaut und in vielen Anlagen beliebt, lassen aber konstruktionsbedingt mehr „offene Angriffsflächen“ für Störungen.
Hier zeigen Sparkz besonders deutlich, was sie können: Das Klangbild gewinnt massiv an Ruhe, Schärfen im Hochton verschwinden, der Bass wird definierter und das gesamte Klangbild wirkt strukturierter und erwachsener. In dieser Kombination ist der Unterschied so klar, dass selbst ungeübte Hörer ihn unmittelbar nachvollziehen können.
Axxess Stromverteiler – mehr Ordnung, mehr Musikalität
Auch an den Stromverteilern von Axxess zeigte sich ein klarer Zugewinn. Axxess steht für einen sehr musikalischen, fließenden Ansatz – Sparkz unterstützen genau diesen Charakter, indem sie den Hintergrund weiter beruhigen und die Abbildung präziser machen. Musik wirkt freier, dynamischer und gleichzeitig entspannter, ohne an Wärme oder Natürlichkeit zu verlieren.
Cardas Netzleiste – Feinschliff auf hohem Niveau
An der Netzleiste von Cardas war der Effekt etwas subtiler, aber dennoch klar vorhanden. Die Stärke liegt hier vor allem in der verbesserten Raumabbildung und in der feineren Durchzeichnung von Klangfarben. Gerade bei akustischer Musik und Stimmen entsteht ein homogeneres, glaubwürdigeres Klangbild.
Die Tests zeigen sehr eindeutig: Ansuz Sparkz Generation 3 funktionieren markenübergreifend. Je einfacher und offener die Netzleiste aufgebaut ist, desto drastischer fällt der Effekt aus. Aber auch an sehr hochwertigen Stromaufbereitern sind Sparkz eine sinnvolle Ergänzung, um das letzte Maß an Ruhe, Kontrolle und musikalischer Selbstverständlichkeit herauszuarbeiten.
Der Synergieeffekt: Sparkz + Ansuz Stromverteiler
In Kombination mit einem Ansuz-Stromverteiler – in meinem Fall dem C3 – entsteht ein besonders stimmiges Gesamtbild. Der Verteiler schafft die saubere Basis, Sparkz kümmern sich um die verbleibenden Störquellen an den offenen Steckplätzen. Das Ergebnis ist kein additiver Effekt, sondern eine echte Synergie: mehr Ordnung, mehr Ruhe, mehr musikalische Selbstverständlichkeit.

Fazit
Die Ansuz Sparkz Generation 3 sind ein typisches Beispiel dafür, wie tiefgreifend sich scheinbar nebensächliche Details auf den Klang auswirken können. Wer Musik nicht nur hören, sondern erleben möchte, sollte das Thema Stromversorgung ganzheitlich betrachten – inklusive der freien Steckplätze. Bei mir durften alle drei einziehen und ich bin auch nach langem Hören restlos begeistert!
Sparkz sind kein Zubehör für den schnellen Wow-Effekt, sondern ein Werkzeug für langfristig besseres, entspannteres und ehrlicheres Musikhören. In gut abgestimmten Anlagen gehören sie für mich inzwischen ganz selbstverständlich dazu.
Ein Punkt ist mir besonders wichtig: Solche Produkte sollte man im eigenen System erleben. Deshalb liegen bei HiFi-Pawlak jederzeit Test-Exemplare der Ansuz Sparkz bereit. Jeder Kunde hat die Möglichkeit, diese in Ruhe und unverbindlich im eigenen Setup zu testen – ohne Zeitdruck, ohne Kaufzwang. Denn am Ende entscheidet nicht Theorie, sondern das eigene Hörerlebnis.
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